Hypnose Sexuelle Probleme Erektionsstörung

Hypnose bei sexuellen Problemen

Sexualität ist ein elementarer Bestandteil unseres Lebens. Ein erfülltes Sexualleben trägt maßgeblich zum allgemeinen Wohlbefinden bei, sowohl auf der körperlichen als auch auf der seelischen Ebene. Die „natürlichste Sache der Welt“ schafft Nähe, Intimität, baut Spannungen ab und festigt unsere Liebesbeziehungen und unseren Selbstwert.

Bei sexuellen Störungen, wie z. B. Libidoverlust, Erektionsproblemen, frühzeitiger Ejakulation, kann eine Sexualtherapie mit Hypnose einen wirksamen Beitrag leisten und endlich Heilung bringen.

 

Neben eindeutig bekannten, negativ prägenden Lebensereignissen, finden sich die Ursachen für sexuelle Störungen häufig auf der unbewussten Ebene, so dass sie bewusst nicht zugänglich sind. In der Arbeit mit Hypnosetherapie bei Sexualstörungen zeigt sich, dass vor allem Beziehungsprobleme und ein geringer Selbstwert, mangelndes Selbstvertrauen und die Angst vor Kontrollverlust und Hingabe blockierend wirken.

Leistungsdruck, Versagensängste, Anspannung und Stress auf beruflicher und privater Ebene, sowie einschneidende Negativerlebnisse im sexuellen Bereich, können die Ursache sein, dass es im Bett nicht mehr funktioniert.

 

Die Hypnosetherapie bietet vielfältige Einsatzmöglichkeiten im Bereich der Sexualtherapie.

Sexualtherapie mit Hypnose wirkt gegen Orgasmusstörungen, Erektionsstörungen, fehlende sexuelle Lust, sexuelle Gehemmtheit, Pornographie-Abhängigkeit, Sexsucht, Ängste, Blockaden, Stress, Vaginismus und mehr.

 

 

Typische sexuelle Störungen

 

Orgasmusstörungen

Orgasmusstörungen können sich zum einen durch eine frühzeitige Ejakulation (ejaculatio praecox) zeigen, aber auch die Unfähigkeit, zum Höhepunkt zu kommen, tritt häufig auf. Sie findet sich vermehrt bei Frauen, kann jedoch auch bei Männern auftreten. Eine Orgasmusstörung kann verschiedene Ursachen haben, die im Rahmen einer Hypnotherapie behandelt werden können. In der Hypnotherapie betrachten wir die Hintergründe, lösen Glaubensmuster auf und arbeiten negative Emotionen auf. Handelt es sich um Leistungsdruck, unverarbeitete Konflikte, Stress, Ängste oder andere Blockaden, kann die ursachenorientierte Hypnose ein Befreiungsschlag sein.

 

Erektionsstörungen

Wenn ein Mann über eine kurze oder längere Zeit nicht in der Lage ist, eine für den Geschlechtsverkehr genügende Erektion zu bekommen oder beizubehalten, spricht man von einer Erektionsstörung, auch erektile Dysfunktion genannt. Neben verschiedenen körperlichen Ursachen, können auch schädliche Lebensgewohnheiten Erektionsprobleme hervorrufen.

Meist ist der Mann jedoch gesund und sieht sich mit (s)einer Erwartungsangst, „seinen Mann nicht stehen zu können“, konfrontiert.

In der Hypnose können Erektionsprobleme auf unterschiedliche Weise gelöst werden: Für eine erfüllte Sexualität ist ein gesunder Selbstwert und eine kraftvolle Stressresistenz ebenso wichtig, wie das positive Gefühl gegenüber dem eigenen Körper. Mittels ursachenorientierter Hypnosetherapie stärken wir die eigenen Ressourcen, während negative, destruktive Gedanken, Ängste und Glaubensmuster nachhaltig aufgelöst werden.

 

Fehlende, sexuelle Lust (Appetenz)

Ein Libidoverlust weist, neben verschiedenen möglichen hormonellen Ursachen, oft auf ein psychisches Ungleichgewicht hin. Seien es existenziell, emotional oder sexuell unbefriedigend erlebte Partnerschaften, starker Stress und Überforderung, Krankheiten, Sorgen aller Art oder unterdrückte Bedürfnisse: Keine Lust mehr zu haben, kann durch zahlreiche, psychische Belastungen ausgelöst werden.

In der Hypnose widmen wir uns dem Grund der sexuellen Unlust und lösen die Blockaden nachhaltig auf.

 

Sexuelle Gehemmtheit

Scham und Angst sind zwei der häufigsten Ursachen, die beim Sex als hemmend empfunden werden. Frauen und Männer, die sich für ihren Körper schämen, oder die Scham davon abhält, sich fallen lassen zu können, verspüren daher oft große Angst gegenüber Sexualität – und vermeiden sie entweder gänzlich oder erleben sie unbefriedigend und belastend. Häufig verbergen sich hinter sexuellen Hemmungen entweder negative sexuelle Erlebnisse und/oder hartnäckige, negative Glaubensmuster: in Bezug zum eigenen Körper, eigenen Bedürfnissen, der Erlaubnis, Freude, Liebe und Nähe empfinden zu dürfen, sich ausdrücken und spüren zu dürfen.

In der Hypnosetherapie konzentrieren wir uns daher darauf, die Ursachen zu erforschen, und gleichsam das eigene Ich zu stärken. Wir lösen destruktive Gedanken auf und widmen uns dem Aufbau eines positiven, gesunden Selbstwerts, der Sexualität wieder lustvoll und spannend macht.

 

Pornographie-Abhängigkeit

Die statistischen Angaben zur Pornographie-Abhängigkeit in Deutschland variieren zwischen 500 000 und 800 000 Menschen. Die Betroffenen, ca. 75% Männer, 25% Frauen, sind süchtig nach Pornographie. Pornographie lebt vom Bedürfnis, einen Menschen für die eigene sexuelle Lust zu benutzen. Unsere stark visuell sexualisierte Welt begünstigt diese ungesunde Sichtweise auf Intimität. Ein Abrutschen in die Tiefen der Pornographie geschieht deshalb leicht – und ist schädlich. Die Betroffenen sehen einen Menschen als Objekt ihrer Lust und nicht länger als jemanden mit Gefühlen und Bedürfnissen. Sie erleben keine gesunden Beziehungen, da ihre Vorstellungen vom begehrten Geschlecht nicht auf der Realität, sondern auf sexuelle Zwecke basieren. Die Reizschwelle wird immer höher, die Inhalte extremer. Waren es anfangs leichte pornographische Bilder und Videos, benötigen Betroffene schnell Hardcore-Porno-Inhalte, um sich befriedigt zu fühlen und im Alltag funktionieren zu können.

Pornosucht bringt Entzugserscheinungen mit sich, die von Depressionen, innerer Unruhe, Aggressivität und Reizbarkeit bis hin zu Konzentrations- und Schlafstörungen, Magen-Darm-Problemen und Kopfschmerzen führen können. Es verwundert daher nicht, dass Pornographie-Sucht Beziehungen, Ehen und Familien schadet.

Eine gezielte Hypnosetherapie gegen Pornosucht kann Betroffene unterstützen, wieder ein gesundes Bild von Sexualität und Intimität aufzubauen. Gemeinsam betrachten wir die Auslöser, die in die Sucht führten, die mitschwingenden Emotionen und dahinterliegenden Erfahrungen: meist ein Gemisch aus Ängsten und negativen Erlebnissen oder stark erregenden sexuellen Erfahrungen in der Vergangenheit, die wiedererlebt werden wollen.

 

Sexsucht

Bei Männern wird das gesteigerte sexuelle Verlangen Satyriasis und Donjuanismus genannt, bei Frauen Nymphomanie. Von Sexsucht, auch Hypersexualität genannt, spricht man im Allgemeinen dann, wenn das sexuelle Verlangen übermäßig hoch und schwer zu stillen ist. Mindestens sieben Orgasmen in einer Woche über einen Zeitraum von sechs Monaten wird oft als Richtwert genannt, um zu erkennen, dass jemand sexabhängig ist.

Ein ausgeglichenes Leben kann nur geführt werden, wenn der Betroffene stets befriedigt ist, weshalb sie viele sexuelle Handlungen brauchen. Denn beim Sex werden Botenstoffe ausgeschüttet, auch körpereigene Opiate genannt, die die Stimmung heben, Ängste und Schmerzen abklingen lassen und glücklich machen. Nur die wenigsten empfinden dabei eine wirkliche Befriedigung.

In der ursachenorientierten Hypnose gegen Sexsucht schauen wir deshalb hinter die Fassade: Welche Motivation verbirgt sich hinter der Sexsucht? Was soll kompensiert werden? Welchen Gefühlen und Herausforderungen geht man mit Sex aus dem Weg? Die Hypnosetherapie konzentriert sich auf die Stärkung des Ichs, die Verminderung des Leidensdrucks und Verarbeitung einschneidender Erfahrungen.

 

Behandlungsdauer

Die Behandlungsdauer bei sexuellen Problemen ist von Thema zu Thema und von Mensch zu Mensch höchst unterschiedlich. „Kleinere“ Beschwerden können oft nach 1-3 Sitzungen gelöst werden, wohingegen komplexere Thematiken auch mehr Zeit benötigen können. Im Erstgespräch (90 Minuten) wird der Umfang des Problems oft ganz gut deutlich und man kann hier bereits eine erste Abschätzung treffen.

©2021 Matthias Zähr - Heilpraktiker für Psychotherapie